Was ist eigentlich Musik? Was bringt uns Musik und warum gibt es überhaupt Musik? Wenn man das Ganze mal aus einem anderem Blickwinkel betrachtet, so wirft dies in jedem Fall viele Fragen auf, über das Thema Musik.

Die Sammlung des Deutschen Musikarchivs

Das Deutsche Musikarchiv ist Teil der Deutschen Nationalbibliothek. Es ist die Sammelstelle für alle Musikalien und Tonträger, die in Deutschland erschienen sind. Zudem ist es Zentrum musikbibliografischer Dienstleistungen. Das Deutsche Musikarchiv wurde 1970 gegründet und ist Nachfolger der Deutschen Musik-Phonothek, die von 1961 bis 1969 tätig war. Bis Dezember 2010 war es in Berlin ansässig, heute befindet es sich am Standort Leipzig der Deutschen Nationalbibliothek.
Mit einem Gesetz von 1973 sind alle deutschen Tonträgerhersteller und Musikverleger verpflichtet, ihre Veröffentlichungen in zwei Pflichtexemplaren beim Deutschen Musikarchiv abzuliefern. Diese Sammlung an veröffentlichtem Material ist der Grundstock des Archivs. Seit 1970 werden nun Tonträger und seit 1973 Musikalien (Noten) gesammelt. Die Musikaliensammlung am Standort Leipzig umfasst heute die Bestände der Deutschen Nationalbibliothek ab 1943. Zur Sammlung an Tonträgern gehören auch Schellackplatten, Phonographenzylinder und Klavierrollen, die die Anfänge der Tonträgerproduktion im 19. Jahrhundert dokumentieren. Diese sind Ankäufen und Nachlässen von Sammlern zu verdanken. Tonträger aus DDR-Zeiten sind ebenfalls enthalten. Durch die Übernahme des Musikinformationszentrums des Verbandes der Komponisten und Musikwissenschaftler der DDR (MIZ) wird zudem in Form von Tonbändern, Noten und Werkkarteien ein Einblick ins Musikleben der ehemaligen DDR gewährt. Seit 2000 nutzt die GEMA das Deutsche Musikarchiv zur Sammlung ihrer Noten. Der gesamte Bestand des GEMA-Archivs wurde zudem dem Deutschen Musikarchiv übereignet. Der GEMA-Bestand umfasste 210.000 Noten. Diese können im Lesesaal des Archivs benutzt werden. Eine Recherche im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek ist ebenfalls möglich. Dort findet sich neben konventioneller Musik hin und wieder auch die eine oder andere Komposition, wie sie zum Beispiel in Onlinespielen wie Kultan verwendet wird.

Die Sammlungen und Bestände des Deutschen Musikarchivs umfassen die Sammlung Historischer Abspielgeräte, die Sammlung Historischer Tonträger, Spezialsammlungen und Nachlässe, die Sammlung MIZ und den Bonner Katalog. An Katalogen stehen der Katalog des Deutschen Musikarchivs ab 1976 und der Katalog der Historischen Tonträger zur Verfügung. Der Katalog mit Titeln ab 1976 kann auf der Website der Deutschen Nationalbibliothek unter d-nb.de aufgerufen werden. Der Onlinekatalog enhält alle erschienenen Musikalien und Tonträger. Diese können zur Benutzung im Lesesaal des Deutschen Musikarchivs bestellt werden. Mittels einer umfangreichen Suchfunktion kann gezielt gesucht werden, beispielsweise nach einem Komponisten oder einem Verlag. Wer vor Ort sucht, hat außerdem Zugang zu einer musikhistorischen und -bibliografischen Spezialbibliothek, sowie zu historischen und modernen Abspielgeräten im Tonstudio. Es ist möglich, kostenpflichtige Umschnitte von nicht mehr erhältlichen Tonträgern in Auftrag zu geben. Genaue Informationen und Kontaktmöglichkeiten finden sich auf d-nb.de.